Lebensräume verbinden. Zukunft formen.



Für uns sind es Gärten, Grünflächen, Parks, Dächer, Straßenräume oder Waldränder. Einzelne Flächen mit sichtbaren Grenzen.

Doch Leben hält sich nicht an Grundstücksgrenzen.

Was an einem Ort geschieht, wirkt über ihn hinaus. Und manchmal entscheidet gerade das Dazwischen mit darüber, ob Lebensräume entstehen oder verloren gehen.

Deshalb braucht zukunftsfähige Stadtnatur mehr als einzelne gut gemeinte Maßnahmen.

Vielfalt. Verbindung. Weitblick.

Zukunftsgestaltung zwischen Mensch, Natur und Raum

Mich interessiert nicht nur, wie wir einzelne Flächen gestalten.
Mich interessiert, was sie miteinander zu tun haben und wie wir den Blick wieder auf das Leben richten, das uns umgibt.
Denn Biodiversität und intakte Lebensräume bilden unsere Lebensgrundlage. Trotzdem geraten sie in einem Alltag voller anderer Themen leicht aus dem Blick.

Die Frage ist deshalb nicht nur, was sich verändern muss, sondern auch, wie ein Bewusstsein dafür entstehen kann.

Wie schaffen wir Aufmerksamkeit, ohne zu moralisieren? Wie entsteht Interesse statt Distanz? Und wie kann daraus die Bereitschaft wachsen, die eigene Umgebung anders wahrzunehmen?

Dafür braucht es mehr als eine Perspektive. 

Welche Strukturen sind bereits vorhanden? Welche Arten finden hier Lebensraum? Was fehlt? Wo sind Verbindungen verloren gegangen? Und welche Rolle können einzelne Flächen dabei spielen, neue Zusammenhänge entstehen zu lassen?

Lebensräume zu verstehen und zukunftsfähig weiterzudenken bedeutet für mich deshalb ökologische, räumliche, gestalterische und gesellschaftliche Zusammenhänge miteinander zu verbinden.

Nicht die einzelne Fläche steht im Mittelpunkt, sondern die Frage, welchen Beitrag sie im größeren Ganzen leisten kann.

Denn Zukunft entsteht auch dort, wo wir dem Leben wieder mehr Raum geben.


Lebensräume im Zusammenhang denken

Boden, Wasser, Pflanzen, Tiere, Klima und Menschen wirken miteinander. Verändert sich ein Teil, hat das Auswirkungen auf andere.

Trotzdem betrachten wir Räume häufig isoliert.

Der private Garten endet am Gartenzaun. Die öffentlichen Grünflächen an ihrer Zuständigkeitsgrenze. Der Straßenraum folgt einer anderen Logik als der Park daneben.

Das Leben kennt diese Trennung nicht.

Arten brauchen Nahrung, Rückzugsorte, geeignete Bedingungen, um sich fortzupflanzen, auszubreiten oder neue Lebensräume zu erreichen. Manche bleiben, andere wandern weiter.

Damit wird auch das Dazwischen Teil des Lebensraums. 

Deshalb reicht es langfristig nicht, einzelne Flächen unabhängig voneinander ökologisch aufzuwerten.

Die größere Frage lautet:
Was wird möglich, wenn wir beginnen, Lebensräume miteinander zu verbinden?


Wenn aus einzelnen Flächen Verbindungen entstehen

Nicht jede Fläche braucht dasselbe.

Ein sonniger, trockener Standort stellt andere Bedingungen als ein schattiger Garten am Waldrand. Ein Balkon kann eine andere Funktion übernehmen als eine große Grünfläche. Und was an einem Ort sinnvoll ist, muss wenige Straßen weiter nicht die richtige Antwort sein.

Zukunftsfähige Gestaltung beginnt deshalb mit dem genauen Hinsehen. Was ist bereits da? Was braucht dieser Ort? Was könnte hier entstehen? Und womit könnte es sich verbinden?

So verändert sich der Blick.
Aus einer einzelnen Fläche wird ein möglicher Lebensraum. Aus vielen einzelnen Lebensräumen können Verbindungen entstehen. Und aus diesen Verbindungen kann Schritt für Schritt ein größeres Netz wachsen.

Jede Fläche zählt.
Verbindung macht den Unterschied. 


Von der Idee zu LEBENS.RAUM.FORMEN

Wir Menschen haben unsere Umwelt tiefgreifend verändert. Lebensräume gehen verloren, Arten verschwinden und natürliche Zusammenhänge geraten aus dem Gleichgewicht. Mich beschäftigt deshalb die Frage:

Was können wir unserer Umwelt zurückgeben? 

Wie können wir Räume so gestalten, dass nicht nur wir Menschen darin gut leben können? Wie können wir Tieren und Pflanzen wieder realen Lebensraum geben? Und wo können wir damit beginnen – nicht irgendwann, sondern heute?

Diesen Fragen bin ich am Beispiel Hamburg-Rissen intensiv nachgegangen.

Ich habe betrachtet, welche Lebensräume vorhanden sind, welche Arten sie nutzen, was ihnen fehlt und wo neue Verbindungen entstehen können. Daraus entwickelte sich ein Konzept für unterschiedliche Lebensräume und ihr mögliches Zusammenspiel.

Doch ich wollte nicht, dass dieses Wissen in der Schublade verschwindet.

Aus dem Konzept wurde LEBENS.RAUM.FORMEN.

Ich habe die Idee als Stadtteilinitiative selbst ins Leben gerufen, um Menschen für die Lebensräume vor ihrer Haustür zu sensibilisieren und sichtbar zu machen, was möglich ist, wenn viele einzelne Flächen zusammen gedacht werden.

Für mich kamen darin verschiedene Teile meines Weges zusammen: meine Arbeit als Designerin und Strategin, mein Blick auf Systeme und Zusammenhänge sowie mein Zweitstudium der Landschaftsarchitektur und Umweltplanung – kurzum: ganzheitliche Zukunftsgestaltung.

Was als konkrete Auseinandersetzung mit einem Ort begann, öffnete damit eine viel größere Frage:
Wie können wir Menschen befähigen, selbst Lebensraum zu schaffen und dem Leben wieder mehr Raum zu geben?

Denn Menschen, Tiere und Pflanzen existieren nicht unabhängig voneinander. Wir teilen Lebensräume und sind Teil komplexer ökologischer Zusammenhänge.

Zukunftsfähige Lebensräume müssen deshalb Koexistenz ermöglichen – Räume, in denen sich Leben stabilisieren und entfalten kann. 

LEBENS.RAUM.FORMEN kennenlernen

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

»Doch Leben hält sich nicht an Grundstücks-
grenzen.«

Ein Idee darf wachsen. Von der lokalen Initiative zur größeren Vision.

LEBENS.RAUM.FORMEN in die Welt zu bringen, war nicht immer leicht.

Es gab Gegenwind, Zweifel und immer wieder die Frage, ob es richtig ist, diesen Weg weiterzugehen. Nicht, weil ich die Bedeutung des Themas und die Idee infrage gestellt hätte, sondern weil ich mich gefragt habe, welche Rolle ich selbst darin übernehmen möchte.

Dahinter stand für mich ein einfacher Gedanke: Wissen schafft Verantwortung.
Also bin ich mit diesem sehr einfachen Gedanken in die Initiative gestartet: #WissenTeilen.

Doch Wissen allein schafft noch keine Veränderung – das habe ich mit der Zeit deutlich erfahren.
Es braucht zunächst Aufmerksamkeit und Zeit für das Thema. Daraus kann Bewusstsein entstehen, Interesse wachsen und schließlich auch Freude daran, selbst Teil der Veränderung zu werden und mitzugestalten.

Gerade Menschen zu erreichen, die sich nicht ohnehin schon für das Thema interessieren, ist ein herausfordernder Weg.
Wollte ich diesen Weg wirklich gehen?

Ich habe lange nachgedacht und mir Zeit genommen, abgewogen und gezweifelt. Bis zu diesem kleinen Moment in einem Berliner Café: Auf der Fensterbank entdeckte ich zufällig Jane Goodalls Buch Grund zur Hoffnung. Ich musste lächeln.

Die Entscheidung stand fest: Ich mache weiter.
LEBENS.RAUM.FORMEN würde nicht wieder in der Schublade verschwinden.

Damit stellte sich also nicht mehr die Frage ob es weitergeht, sondern wie.

Eine Zeit lang dachte ich, die Antwort darauf wäre ein Studio für zukunftsfähige Lebensräume. Heute weiß ich: Das greift für meine eigentliche Vision zu kurz.

Ich möchte nicht möglichst viele Flächen selbst gestalten. Ich möchte Menschen befähigen, selbst Lebensraum zu schaffen.

Wissen verständlich und zugänglich machen, Orientierung geben, Möglichkeiten sichtbar machen und dazu beitragen, dass einzelne Flächen nicht isoliert betrachtet, sondern als Teil größerer Lebensraumzusammenhänge verstanden werden.

So entwickelt sich LEBENS.RAUM.FORMEN heute weiter.

Die einzelne Fläche ist der Anfang.
Die Verbindung ist die Vision.

Mein Leitgedanke

Verbindung schafft Leben.

Raum für mehr Vielfalt.

LEBENS.RAUM.FORMEN ist aus einer Idee entstanden, die mich bis heute bewegt und die weiterwachsen darf.

Was 2023 als lokale Initiative in Hamburg-Rissen begann, entwickelt sich gerade weiter: zu einem Ort für Wissen, Orientierung und konkrete Möglichkeiten, selbst Lebensraum zu schaffen und die eigene Fläche als Teil eines größeren Zusammenhangs zu verstehen.

Auf der Website lässt sich der bisherige Weg der Initiative entdecken – ihre Idee, das Konzept für Hamburg-Rissen, die ausgewählten Lebensräume und Arten und die Vision, die dahintersteht.

Gleichzeitig entsteht dort gerade etwas Neues.

Die Website befindet sich im Wandel und wird Schritt für Schritt um neue Inhalte und Möglichkeiten erweitert.
Für mehr Wissen. Mehr Bewusstsein. Mehr Verbindung. Und mehr Raum für mehr Vielfalt.

LEBENS.RAUM.FORMEN
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Mehr über meinen Hintergrund und meinen Weg →

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