Olivia Klein.
It's OK.

Wir sind Meister im Uns-klein-Machen.
Lasst uns damit aufhören. Die Welt braucht uns.

 

Viele von uns haben früh gelernt, sich einzuordnen. Eine Stärke zu benennen, Spezialist:in für etwas zu sein. Einen Weg zu wählen. Verständlich zu sein.

Aber was, wenn gerade das Viele in uns unsere eigentliche Stärke ist?
Unsere Spezialisierung?

Hier beginnt meine Geschichte.
Herzlich Willkommen in meinem Lebensabschnitt Olivia Klein.


Warum eigentlich Olivia Klein?

Olivia Klein sollte einmal mein Pseudonym werden.
Nicht, weil ich jemand anderes sein wollte, sondern weil ich einen Ort suchte, an dem ich mich zeigen konnte, ohne dass jemand wusste, dass ich es bin.
Einen Schutzraum.

Die Texte waren geschrieben, die Gestaltung stand, die Ideen sowieso. Nur veröffentlich habe ich sie nie. Olivia blieb auf meinem Computer – als gedanklicher und gestalterischer Schutzraum für all das, was längst raus wollte und für das mir damals noch der Mut fehlte.

Der Name selbst? Weniger tiefenpsychologisch. Olivia kommt tatsächlich von Popeyes Frau. Ich habe sie als Kind geliebt. Sie geriet zuverlässig in Schwierigkeiten, Popeye aß seinen Spinat und eilte zur Rettung. Passte erstaunlich gut. Nur meinen Spinat habe ich schon immer selbst gegessen.

Und Klein?
Nun ja, ich bin klein.

Aber ich kenne auch das andere Kleinsein. Sich kleiner machen. Den eigenen großen Gedanken nicht ganz trauen. Die eigene Fantasie infrage stellen, wenn andere sie nicht sehen. Und lange nicht erkennen, dass man vielleicht gar nicht klein denken muss.

»Ich wollte sichtbar werden, ohne dass jemand wusste, dass ich es bin.«

Die Blindzeichnung

Sie entstand lange vor Olivia – im Kommunikationsdesign-Studium, als Aufgabe im Fach Zeichnen.
Und trotzdem passt sie rückblickend fast schon irritierend gut zu dieser Zeit meines Lebens.

Linien, die sich überlagern. Vieles gleichzeitig. Nicht auf den ersten Blick zu erkennen, was wohin gehört.
Irgendwie ein Bild und irgendwie auch Chaos.

So hat es sich in meinem Kopf lange angefühlt.
Es war wie ein Rauschen: viele Gedanken, viele Interessen, viele Fragen.
Die Suche danach, wo mein Platz ist und was davon eigentlich wirklich zu mir gehört.

Und immer wieder dieser Abgleich:
Was sehen andere in mir? Und wie fühlt es sich für mich selbst an?

 

Und dann lichtete sich der Schleier.


2014 begann ich, mich mit Hochsensibilität auseinanderzusetzen. 2016 kam die Feststellung Hochbegabung dazu. 

Und plötzlich fiel ein Schleier. Dinge, die ich vorher nur gespürt hatte, bekamen einen Kontext. Warum ich so viel wahrnehme. Warum Gedanken bei mir oft schon drei Schritte weiter sind. Warum aus einer Idee fünf neue entstehen. Warum ich Zusammenhänge sehe, die für mich völlig offensichtlich sind und für andere manchmal noch nicht.

Das Kind hatte einen Namen. 

Nicht, weil ich dadurch plötzlich wusste, wer ich bin. Im Gegenteil: Ich habe es lange nicht geglaubt, trotz Schwarz auf Weiß. Und mindestens eine der beiden Karten, Hochsensibilität oder Hochbegabung, hätte ich lange Zeit herzlich gerne abgegeben.

Denn etwas zu verstehen, bedeutet noch lange nicht, es auch integriert zu haben oder damit umgehen zu können.

Für mich begann damit erst einmal etwas anderes: sortieren lernen.

 

Verstehen war erst der Anfang.


Was danach kam, fühlte sich ein bisschen an wie laufen lernen. Langsam begann sich etwas zu sortieren. Nicht auf einmal, sondern Stück für Stück.

Es gab Aha-Momente, in denen plötzlich wieder etwas an seinen Platz fiel. Kleine und große Meilensteine, bei denen ich spürte: Jetzt bin ich einen Schritt weiter.

Und trotzdem blieb lange dieses leise Gefühl, dass noch etwas fehlt. Wie ein Puzzleteil, das ich noch nicht greifen konnte.

Mir wurde auch nahegelegt, mich mit Gleichgesinnten auszutauschen. Aber es fühlte sich merkwürdig an, die Gesellschaft plötzlich in Gruppen zu sehen und mich bewusst nach anderen Menschen umzuschauen, die vermeintlich »so sind wie ich«.

Ich habe dem Prozess vertraut. Wenn ich eines habe, dann ist es Urvertrauen. Bei allen Unsicherheiten die ich hatte – das konnte mir niemand nehmen. Es war in Stein gemeißelt.

Ich habe weiter gegraben, gesucht, hinterfragt. Mit dem Wunsch an die Wurzel zu gelangen: zu mir und zu meiner berufliche Ausrichtung – für meinen inneren Frieden.

Nach zehn Jahren war ich bereit, selbst die Ausbildung zum HOCHiX-Coach zu machen. Dabei rückten weitere Aspekte der Neurodivergenz in meinem Blick. Es wurde noch einmal ruhiger in mir und mein Bild vollständiger.

Nicht fertiger. Aber stimmiger.

Da waren wieder ein paar Puzzleteile mehr. Nur diesmal konnte ich einfach nur darüber schmunzeln.

29

Interessen hatte ich damals auf meiner Liste.
Heute zähle ich nicht mehr.


2014

Hochsensibilität.

2016

Hochbegabung.

2026

Ausbildung zum
HOCHiX-Coach

 

It’s OK.


Eigentlich begann alles mit einer gestalterischen Frage. 

Für das Erscheinungsbild von Olivia wollte ich eine eigene Handschrift digitalisieren. Und irgendwann musste ich natürlich ausprobieren, wie es eigentlich aussieht, wenn sie unterschreibt. Also schrieb ich ihren Namen, spielte damit rum und reduzierte ihn.

Bis dann irgendwann nur noch zwei Buchstaben da standen:
O.K.
Olivia Klein

Nun ja, wenn einem so etwas einmal vor die Füße fällt, kann man es schlecht wieder übersehen.
Aus O.K. wurde »It’s OK.«

Und heute?

Olivia hat meine Innenwelt viele Jahre begleitet. Sie hat einem Teil von mir einen Namen gegeben – lange bevor sie jemals das Licht der Welt erblickte.

Was einmal als Pseudonym und Schutzraum gedacht war, darf sich heute zeigen. Nicht als jemand anderes und auch nicht, um mich dahinter zu verstecken, sondern integriert, persönlich und mit innerem Frieden. Von Herzen und als Teil von mir.

Und aus einem Raum, den ich lange Zeit für mich beruflich gesucht habe, darf heute ein Raum für andere entstehen.

Für Menschen, die viel mitbringen, die groß denken. Die spüren, dass noch so viel mehr in ihnen steckt, als sie aktuell zeigen. Die sich nicht kleiner machen müssen, um Klarheit, Richtung und eine Form für das zu finden, was in ihnen steckt.

Ich bin gespannt, was daraus entsteht und welche komplexen Persönlichkeiten ich in diesem Raum willkommen heißen darf.

Mensch & Potenzial
entdecken

Mehr über meinen Hintergrund und meinen Weg →

In meinem Newsletter teile ich Gedanken, Perspektiven und Impulse rund um Wandel, Gestaltung und Zukunft. Unregelmäßig. Klar. Wertvoll.

Vielen Dank für Dein Interesse!